II. Umweltsymposium 27.10.2007
II. Umweltsymposium 27.10.2007
II. Umwelt-Symposium in Husum, 27.10.2007
II. Umweltsymposium, 27.10.2007
in Husum,
Rathaus, Ratsaal, Zingel 10
ab 9.30 Uhr bis ca. 18.00 Uhr
Programm
9.30 Uhr Begrüßung
Herr Dr. Harald Terpe MdB, Bündnis 90/Die Grünen
10.15 Uhr Herr Dr. Frank Bartram, Weißenburg
(Schimmelpilzbelastung, Diagnostik und Behandlung)
10.45 Uhr Herr Dr. Volker von Baehr, Berlin
(Labordiagnostik bei Schadstoffintoleranzen und Allergien)
11.15 Uhr Herr Christian Franke, Dipl. Ing., Mitarbeiter TÜV Nord Umweltschutz GmbH & Co KG (Gefahrstoffverordnung)
11.45 Uhr Herr Jurek Vengels, BUND
"Gefährliche Stoffe in Alltagsprodukten - Was bringt die neue EU Chemikalienverordnung REACH?"
12.45 Uhr–13.45 Uhr Mittgspause
13.45 Uhr Herr Dr. Eberhard Schwarz, Umweltmediziner, Bredstedt
Behandlungsmöglichkeiten bei Umwelterkrankungen
Berufsverband Deutscher Baubiologen VDB e.V. Jesteburg:14.15 Uhr Frau Doris Schünemann
(VOC Holzbau und Neubauschadstoffe) und
14.45 Uhr Herr Rainer Stasch (Elektrosmog)
15.45 Uhr - 16.15 Uhr Kaffeepause
16.15 Uhr Herr Prof. Dr. Werner Maschewski, Prof. für Gesundheits-wissenschaften/SozialpolitikHamburg
(Umweltbelastung und soziale Lage)
16.45 Uhr Herr Dr. Claus-Hermann Bückendorf, Umweltmediziner, Kiel Risiken durch zahnärztl. Werkstoffe am Beispiel des (Chronic Fatigue Syndrome /chron.Erschöpfungssyndrom/CFS)
17.15 Uhr Herr Dr. Hermann Kruse, Kiel
(Gesundheitsrisiken durch Zusatzstoffe in der Kleidung)
Moderation:
Frau Dr. Barbara von Holt
Änderungen des zeitlichen Ablaufs behalten wir uns vor.
Umwelt und Gesundheit - für ALLE die mehr WISSEN wollen…
…unter diesem Motto wird auch das diesjährige
2. Umweltsymposium
am
27. Oktober 2007 ab 09.30 Uhr – ca. 18.00 Uhr,
Veranstaltungsort: Rathaus Husum, Ratssaal, Zingel 10, stehen.
Umwelt und Gesundheit geht uns alle an, denn
Unwissenheit schützt vor Erkrankung nicht.
Information hat daher einen hohen Stellenwert.
Und darum merke: Wissen ist Macht!
Regelmäßige Schlagzeilen, selbst Krimis über verseuchte Schulen, Wohngifte, gesundheitliche Gefahren durch Mobilfunk (E-Smog), Schimmelpilzbelastungen, Giftstoffe in Importprodukten aus China, Medikamente mit unerwünschten Nebenwirkungen, toxische Zahnmaterialien wie Amalgam, Palladium und Kunststoffe häufen sich.
FAKT ist: Bereits mehr als 5 % der Bevölkerung Deutschlands sind von einer umweltbedingten Erkrankung betroffen - Tendenz steigend.
FAKT ist: Dass viele Menschen gar nicht wissen, dass auch SIE bereits betroffen sind.
FAKT ist: Dass es in unserem Land noch immer viel zu wenige Ärzte gibt, die in der Lage sind, Umwelterkrankungen zu erkennen.
FAKT ist aber leider auch: Es gibt immer noch zu viele Mitmenschen, die mangels Information ignorant mit dem Begriff „umwelterkrankt“ umgehen.
Beständige Öffentlichkeitsarbeit ist deshalb unbedingt erforderlich, um auf die zunehmende Zahl der Umwelterkrankungen sowie auf deren Behandlungsmöglichkeiten aufmerksam zu machen. Zukünftig wird der Fachrichtung „Umweltmedizin“ eine viel größere Bedeutung zukommen müssen, als dies bisher der Fall ist.
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen sehr informativen Tag.
Curriculum vitae
Dr. med. Frank Bartram
Facharzt für Allgemeinmedizin,
Umweltmedizin
geb. 1949; Abitur 1967; Studium 1 : Biologie bis Vordiplom; Studium 2 :
Humanmedizin, Staatsexamen 1976 Universität Kiel, Promotion : Universität
Kiel, Thema : Alloarthroplastik des Kniegelenks; danach
Assistenzarztausbildung mit Schwerpunkten Chirurgie und Innere Medizin an
verschiedenen Krankenhäusern in Nord- und Süddeutschland.
1992 Umsiedlung nach Bayern : Niederlassung in eigener Praxis in Weissenburg, Standort : Augustinergasse 8, als Kassenarzt.
Neuer Schwerpunkt : Umweltmedizin = überregionale Fachpraxis für
Umweltmedizin, die Praxis nimmt nicht an der sog. Hausärztlichen
Grundversorgung teil;
Seit Beginn der Ausbildung zum Umweltmediziner ( 1994 ) auch als Dozent für
diesen Ausbildungsgang tätig, Schwerpunkt : Objektivierung von
umweltbedingten Erkrankungen.
Anerkennungsurkunde „Umweltmedizin“ : 1995 durch die Bayerische
Ärztekammer. Seit Anfang 1993 bisher ( 09/07 ) ca. 8.500 Patienten mit
umweltassoziierten Krankheiten behandelt.
Europaweite Betreuung von Firmen in Schadstoff belasteten Gebäuden.
Leistungsoptimierung bei Sportlern ohne Doping.
Zahlreiche Publikationen in Fachzeitschriften, darunter 4 Originalia als Mitautor zum Thema : Objektivierung / Ursachenforschung des Krankheitsbildes MCS / CFS .
Vorstandsmitglied in folgenden Fachgesellschaften :
Deutscher Berufsverband der Umweltmediziner ( d b u ) als 1. Vorsitzender
Interdisziplinäre Gesellschaft für Umweltmedizin ( IGUMED ),
Europäische Akademie für Umweltmedizin ( EUROPAEM ) als 2. Vorsitzender
Umweltbetriebsprüfer ( nach ISO 14.000 ), ausgebildet bei der
Landesgewerbeanstalt Bayern ( LGA ) in Nürnberg.
Labordiagnostik bei Schadstoffintoleranzen und Allergien?
Dr. med. Volker von Baehr
In der Bundesrepublik Deutschland ist inzwischen jeder vierte Bürger von einer Allergie betroffen, wobei die Liste potentieller Allergene ständig länger wird. Jeder dritte Patient älter als 40 Jahre leidet zudem an einer der klassischen systemischen Entzündungserkrankungen wie Diabetes, Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, anderen Autoimmunerkrankungen, chronischen Infektionen und Darmerkrankungen sowie Herz-Kreislauferkrankungen.
Allergien vom Soforttyp wie z.B. Heuschnupfen lassen sich relativ einfach im Labor durch Analyse des spezifischen IgG nachweisen. Anders ist es bei Spättypallergien oder Pseudoallergien. Spättypallergien treten auf zahlreiche Kontaktallergene (Metalle, Kunststoffe, Duftstoffe, Chemikalien) auf, spielen aber auch bei Nahrungsmitteln oder Schimmelpilzen insbesondere bei Erwachsenen eine bedeutende Rolle. Für diese Problematik haben sich der Lymphozytentransformationstest (LTT) und seine Durchführungsvarianten als valide diagnostische Labormethoden etabliert. Die rasante Entwicklung der Dentalersatzstoffe, die Implantologie aber auch die Erweiterung des Wissens über immuntoxikologische Phänomene und die erkannte Bedeutung systemischer Entzündungsreaktionen hat die Labordiagnostik für die Allergiediagnostik in den letzten Jahren umfassend erweitert. Für einige Fragestellungen ist der LTT in seiner Standardausführung an Grenzen gestoßen. Zum Beispiel konnte die Problematik der „Titanunverträglichkeit“ erst erfolgreich durch breite Anwendung von zytokinbasierten Testmethoden aufgearbeitet werden. Für den Nachweis vieler komplexer Ersatzstoffe einschließlich der Acrylate mussten Standardprotokolle des LTT individuell modifiziert werden. Der Einsatz von nativen (Patienten-eigenen) Materialien stellte hohe Ansprüche an die Materialaufarbeitung im Vorfeld der Testungen, ermöglich aber z.B. die Testung auf Schimmelpilzanzuchten aus dem eigenen Wohnumfeld des Patienten oder die Testung von individuellen verdächtigten Materialien. Die Auslöser der Urtikaria lassen sich mit dem Basophilen-Degranulationstest ebenso sicher diagnostizieren wie Unverträglichkeiten auf Nahrungsmittelzusatz- oder –farbstoffe. Auch Prädispositionsfaktoren für Allergien wie der Mangel an Diaminooxidase, Mannose-bindendem Lektin oder genetische Komponenten spielen heute eine Rolle in der Differentialdiagnostik und der Therapieplanung. Zudem erlauben heute Effektorzelltypisierung auch die sichere Zuordnung zum latenten oder zytotoxischen Reaktionstyp bei bestehender Sensibilisierung.
Diese Komplexizität der immunologischen Reaktionen haben zur Folge, dass ganzheitliche Medizin ohne interdisziplinäre Zusammenarbeit nicht möglich ist.
Lebenslauf
Christian Franke
Adresse Bleicherstrasse 15
22767 Hamburg
Geburtsdatum 13.2.1959 in Borghorst
Familienstand geschieden, ein Kind
Schulausbildungen, abgeschlossene Studiengänge und Berufstätigkeiten
Ab Februar 2002 Sachverständiger bei der TÜV NORD Umweltschutz
GmbH & Co. KG
Zertifizierung von Umweltmanagementsystemen, Qualtitätsmanagementsystemen und Entsorgungs-
fachbetrieben
Gutachtliche Tätigkeiten
Qualitätsmanagementbeauftragter der TÜV NORD
Umweltschutz GmbH
April 1996–Januar 2002 Sachverständiger bei der Gesellschaft für
Umweltschutz TÜV NORD mbH
Zertifizierung von Umweltmanagementsystemen, Qualtitätsmanagementsystemen und Entsorgungs-
fachbetrieben
Gutachtliche Tätigkeiten
Qualitätsmanagementbeauftragter der Gesellschaft für Umweltschutz (ab 1998)
Juni 1992 - März 1996 Sachverständiger beim TÜV NORD e.V.
Abteilung Umweltschutz
Gutachtliche Tätigkeiten
1988 – 1992 Studium Technischer Umweltschutz an der
Technischen Universität Berlin
1984 – 1988 Studium am Fachbereich Technisches
Gesundheitswesen der Fachhochschule Gießen
Friedberg (Studienrichtung Umwelt – und
Hygienetechnik)
1983 Erkrankung mit Krankenhausaufenthalten
1981 – 1982 Zivildienst
1981 Abitur
1979 – 1981 Comenius Kolleg in Mettingen
1978 – Januar 1979 Fachoberschule Steinfurt
Juli 1978 Gesellenprüfung
1975 – 1978 Ausbildung im Elektrohandwerk
1969 – 1975 Realschule Borghorst
1965 – 1969 Volksschule St. Nikomedes in Borghorst
Hamburg, den 03.10.2007
Christian Franke
Ergänzende Angaben zum tabellarischen Lebenslauf von
Hr. Dipl.-Ing. Christian Franke
Meine abgeschlossenen Studiengänge „Technisches Gesundheitswesen in der Studienrichtung Umwelt- und Hygienetechnik“ an der Fachhochschule Gießen Friedberg (Abschluss Dipl.-Ing. (FH) 1988) und „Technischer Umweltschutz“ an der TU Berlin (Abschluss Dipl.-Ing. (TU) 1992) umfassten u.a. alle Umweltmedien (Wasser, Boden, Luft).
Im Jahr 1986 arbeitete ich am Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg an der Erstellung der Umweltverträglichkeitsprüfung für die geplante Erweiterung der Mülldeponie Abendstern (Kreis Gießen) mit.
An der Technischen Universität Berlin war ich an der Ausarbeitung des Modellstudienganges „Umweltschutz“ beteiligt und habe dadurch auf dem Gebiet des interdisziplinären Umweltschutzes wertvolle Erfahrungen sammeln können.
Eine Studie zur Bestimmung der Plutoniuminkorporation und die daraus resul-tierenden Risiken bei einer eventuellen Wiederbesiedelung des Rongelap Atolls war Inhalt meines Hauptstudiumsprojektes an der TU-Berlin.
Im Rahmen meiner Diplomarbeit: „Das Wanderungsverhalten von Cäsium im Boden“ eignete ich mir Grundlagenkenntnisse über die Bodenkunde und das Migrations- und Akkumulationsverhalten von Schadstoffen im Boden an.
Seit dem 1.6.1992 bin ich beim TÜV Nord als Sachverständiger tätig.
In den Jahren 1992 bis 1996 war ich in den Arbeitsgebieten Emissions-, Immissionsprognosen, Geruchsuntersuchungen und Genehmigungsverfahren als Sachverständiger tätig.
Von 1992 bis 1996 war ich schwerpunktmäßig mit folgenden Aufgaben betraut:
-
Prognose von gasförmigen und staubförmigen Emissionen aus gewerblichen und industriellen Anlagen
-
Berechnung von gasförmigen und staubförmigen Immissionen in der Umgebung von Anlagen
-
Immissionsprognosen mit speziellen Programmen für den Nahbereich
-
Berechnung der Schornsteinhöhe nach TA Luft, der 1. Bundesimmissions-schutzverordnung (1. BimSchV), den jeweiligen Landesverordnungen und sonstigen Bestimmungen
-
Olfaktometrische Messungen von Geruchsemissionen nach VDI 3881
-
Ermittlung, Prognose und Berechnung von Geruchsemissionen
-
Bewertung von Emissionen und Immissionen
-
Erarbeitung von Vorschlägen für emissionsvermindernde Maßnahmen
-
Erstellung von Emissionskatastern und Emissionserklärungen
-
Erstellung von Antragsunterlagen im Rahmen von Genehmigungsverfahren nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG)
Ab dem Jahr 1996 arbeitete ich schwerpunktmäßig an folgenden Aufgaben:
(Umweltmanagementsysteme) und der Entsorgungsfachbetriebe-
verordnung (EfbV)
Im Jahr 1998 wurde ich zum Qualitätsmanagementbeauftragten der Gesellschaft für Umweltschutz TÜV NORD mbH benannt. Im Rahmen der Überführung der Gesellschaft für Umweltschutz TÜV NORD mbH in die TÜV
NORD Umweltschutz GmbH & Co. KG wurden das Aufgabenspektrum meiner Tätigkeit als QMB aufgrund der überregionalen Neustrukturierung noch erweitert.
Die Tätigkeit als QMB umfassten und umfassen u.a.:
-
Aufbau und Aufrechterhaltung eines Qualitätsmanagementsystems auf Basis der DIN EN ISO 9001:2000 und der DIN EN ISO 17025:2005
-
Durchführung der internen Audits
-
Steuerungen der Akkreditierungen auf der Grundlage der DIN EN ISO 17025:2005 (DAP, ZLS), der Zertfizierung auf der Grundlage der DIN EN ISO 9001:2000 und der behördlichen Anerkennungen der Messstelle gemäß § 26 BImSchG
-
Überregionale Betreuung des Qualitätsmanagementsystems der TÜV NORD
Umweltschutz GmbH & Co. KG
-
Mitarbeit im Kreis der Managementbeauftragten des TÜV NORD Konzerns
Hamburg, den 03.10.2007
Berufsverband deutscher Baubiologen VDB e.V.
Dipl.-Ing. Rainer Stasch
Architekt und Baubiologe
Studium der Architektur an der FH Oldenburg
Ausbildung zum baubiologischen Messtechniker und Absolvierung des Fernlehrgangs Baubiologie
Seit 1994 professionelle Durchführung baubiologischer Untersuchungen
Elektromagnetische Felder – Möglichkeiten der Feldreduzierung
In der öffentlichen Diskussionen um das Thema "Gesundes Wohnen" wird der Begriff Elektrosmog häufig auf das Thema Mobilfunk und Sendemasten reduziert. Entsprechend werden als Gegenmittel und gleichzeitig Allheilmittel neben „Wundermitteln“, wie Aufklebern, Chips etc. Abschirmtapeten, Abschirmvorhänge und ähnliches propagiert. Übersehen wird hierbei häufig die Vielfältigkeit der möglichen Felder und ihrer Verursacher. Es passiert Baubiologen nicht selten, dass sie in Wohnungen kommen, in denen für mehrere tausend Euro Abschirmmaterialien gegen einen Sendemast eingebaut wurden, ein viel größeres Feld aber durch das Schnurlostelefon des Nachbarn hervorgerufen wird. Im besten Falle ist so eine Abschirmung wirkungslos, im schlimmsten Falle verschlechtert sie sogar die Feldsituation. Übersehen werden hierbei auch häufig die Felder, die aus der eigenen Hausinstallation kommen, oder durch elektrifizierte Bahnstrecken ins Haus geleitet werden. Grundlage jeder Veränderung der Feldsituation muss eine sachverständige Messung sein, die die Vielzahl der Felder umfasst: statische elektrische und magnetische Felder, niederfrequente elektrische und magnetische Felder (Hausinstallation und Bahnstrom), sowie hochfrequente elektromagnetische Strahlung. Hierauf aufbauend können die entsprechenden Maßnahmen geplant werden. Dabei ist die untersuchende Person niemals dieselbe, die Abschirmmaterialien oder Netzfreischalter verkauft oder einbaut. Diese Trennung hat sich bei Ärzten und Apothekern hervorragend bewährt.
Für die Reduzierung niederfrequenter elektrischer Felder stehen
verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung:
-
Netzabkoppler, früher „Netzfreischalter“ genannt, die im
-
Sicherungskasten Stromkreise automatisch spannungsfrei schalten. Nur durch begleitende Messungen kann der bzw. können die
-
Stromkreise ermittelt werden, die für einen feldreduzierten Aufenthalt abgeschaltet werden müssen. In vielen Fällen bewirkt die Abschaltung nur eines Stromkreises eine Verschlechterung der Feldsituation
-
Abgeschirmte Leitungen: Einbau nur im Neubau oder bei einer
-
umfassenden Sanierung möglich
-
Kompensation der Felder durch Phasentausch
-
Abschirmgewebe, -putze, abschirmende Gipsplatten etc.: Eine Erdung durch einen Elektriker ist notwendig. Es muss sichergestellt sein, dass die Abschirmung zwischen Mensch und allen Feldverursachern im Raum eingebracht wird, sonst kann sich die Situation für den
-
Menschen verschlechtern.
Die Reduzierung niederfrequenter magnetischer Felder ist äußerst aufwendig
und kaum bezahlbar. Die Vergrößerung des Abstandes zur Feldquelle bleibt häufig als einziger Ausweg.
Für die Reduzierung hochfrequenter elektromagnetischer Felder steht eine Vielzahl von Materialien zur Verfügung. Es gibt manchmal einfache kostengünstige Möglichkeiten, wenn das Maß der Reduzierung nicht sehr hoch sein muss. Je stärker die äußere Einstrahlung und je mehr Feldverursacher vorhanden sind umso umfangreicher gestalten sich die Maßnahmen in der Regel.
In Frage kommen Abschirmtapeten, -folien und –vorhänge, Baldachine,
Fliegengitter, abschirmende Putzgewebe und Fenstergläser. Aber auch
durch die Wahl der Baustoffe kann im Falle eines Neubaus auf die spätere Feldbelastung im Haus eingewirkt werden. Zu Baustoffen und
Abschirmmaterialien liegen inzwischen Veröffentlichungen aus Laborversuchen vor, die eine Abschätzung der Wirkung vor Ort zulassen. Hierzu ist aber auch die Erfassung der Feldquellen notwendig, da die Abschirmwirkung teilweise stark frequenzabhängig ist. So nützt es wenig, wenn bei einer hohen Belastung durch Mobilfunkstrahlung des D-Netzes ein Material eingebaut wird, dass seine abschirmende Wirkung erst weit oberhalb von einigen Gigahertz entfaltet. Leider werden die Untersuchungen manchmal falsch wiedergegeben, so dass es in der Wahrnehmung der Verbraucher zu Missverständnisse bezüglich der Wirksamkeit kommt (z.B. Holz betreffend).
Abschirmungen sind immer mit Bedacht, unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Aspekte und mit entsprechendem Sachverstand
durchzuführen, damit die Maßnahmen dauerhaft wirksam sind.
Kontakt:
Rainer Stasch
Architektur + Baubiologie
Stedinger Str. 16
28203 Bremen
Tel.: 0421-9490504
Jurek Vengels
Projekt Chemikalienpolitik und Nanotechnologie
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
Am Köllnischen Park 1
D - 10179 Berlin
Tel: +49 (0)30 27586 - 422
Fax: +49 (0)30 27586 - 440
Email:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
http://www.bundgegengift.de
http://www.bund.net
Kurz zu meiner Person:
Ich habe Politikwissenschaft und Internationale Beziehungen in Freiburg, Berlin und Bukarest studiert. Ehrenamtlich habe ich mich vor und während meines Studiums in verschiedenen Umweltinitiativen engagiert. Seit Anfang Mai habe ich nun das Privileg, mein Engagement für die Umwelt hauptberuflich beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fortführen zu können. Dort setze ich mich gemeinsam mit meinen anderen Kollegen des Fachbereichs Chemikalienpolitik für mehr vorsorgenden Umwelt- und Verbraucherschutz in diesem Bereich ein. Ein Arbeitsschwerpunkt des BUND ist dabei die im Juni 2007 in Kraft getretene EU Chemikalienverordnung REACH – sie soll auch Thema meines Vortrags sein.
Titel des Vortrags:
Gefährliche Stoffe in Alltagsprodukten – Was bringt die neue EU Chemikalienverordnung REACH?
Warum brauchten wir ein neues Chemikalienrecht?
Täglich sind wir unzähligen synthetisch hergestellten chemischen Stoffen ausgesetzt. Diese Stoffe stecken in unseren alltäglichen Produkten - in Reinigungsmitteln, Kleidung, Kosmetika, Möbeln, Verpackungsmaterial, Elektronikgeräten oder sogar Spielzeug. Doch die allerwenigsten dieser Stoffe wurden bislang systematisch auf ihre Umwelt- und Gesundheitsauswirkungen untersucht. Das liegt daran, dass es erst seit 1981 ein europäisches Gesetz gibt, das die Firmen verpflichtet, ihre Stoffe vor der Vermarktung zu testen. Alle Stoffe, die bis dahin schon auf dem Markt waren - und das sind ca. 96.000 - brauchten nicht getestet zu werden. Viele dieser Stoffe stehen im Verdacht Krebs zu erregen, das Erbgut zu schädigen, das Hormonsystem zu
beeinträchtigen, Allergien auszulösen und/oder sich in der Umwelt und im Körper anzureichern. Dennoch war es im Rahmen der bisherigen Rechtslage
sehr schwierig, gefährliche Stoffe aus dem Verkehr zu ziehen.
Die Debatte um REACH
Um diese Situation zu ändern, sollte ein neues Chemikalienrecht die alte Gesetzgebung ersetzen. Die Verhandlungen um dieses neue Gesetz, genannt REACH (Registrierung, Evaluierung und Autorisierung von Chemikalien), zogen sich über fünf Jahre in denen heftigst um den Entwurf der Europäischen Kommission gerungen wurde. Die Industrie fürchtete hohe Verwaltungskosten und dass sie viele „altbewährte“ Chemikalien vom Markt nehmen müsste, wenn die geplante Verordnung tatsächlich in Kraft treten sollte. Es kann daher als Erfolg betrachtet werden, dass REACH gegen den Widerstand der Chemiewirtschaft im Dezember 2006 verabschiedet wurde. Auch wenn REACH auf Druck der Industrie im Laufe der Verhandlungen stark abgeschwächt wurde, kann das neue Chemikalinerecht als ein erster Schritt in die richtige Richtung betrachtet werden.
Was bringt REACH für Umwelt und Verbraucher?
Durch REACH muss die Industrie erstmals ca. 30.000 chemische Stoffe auf ihre Umwelt- und Gesundheitsfolgen prüfen. Chemikalien, die sich in der Umwelt nicht abbauen oder sich im Körper anreichern, müssen künftig durch sicherere Stoffe ersetzt werden. Ein großer Fortschritt sind auch die verbesserten Verbraucherrechte, die REACH mit sich bringt. So können Verbraucher ab Juni 2009 von den Herstellern Informationen darüber verlangen, ob ein Produkt „besonders Besorgniserregende“ Stoffe enthält. Die Firmen sind verpflichtet diese Fragen innerhalb einer Frist von 45 Tagen kostenlos zu beantworten.
Allerdings hat REACH auch deutliche Schwachstellen: Einige gefährliche Stoffe werden weiterhin erlaubt sein, obwohl sie Krebs erregen können, die Fruchtbarkeit schädigen oder hormonell wirksam sind, vorausgesetzt die Hersteller geben an, diese Gefahren „angemessen kontrollieren“ zu können.
Der erste Schritt ist getan – Wie geht es weiter?
Für die kommenden Jahre sind zahlreiche Überprüfungen und
Überarbeitungen einzelner Teile von REACH geplant. Diese Prozesse bieten gute Gelegenheiten das Gesetz noch zu verbessern. Allerdings kann davon ausgegangen werden, dass die Industrie versuchen wird diese Gelegenheiten zu nutzen, um eine Verwässerung von REACH durchzusetzen. Es ist daher wichtig, dass Verbraucher und Umweltverbände weiter für ein starkes REACH kämpfen. Die neuen Informationsrechte der Verbraucher ab 2009 bieten einen guten Anknüpfungspunkt dafür.
Werner Maschewky
Prof. für Gesundheitswissenschaften/Sozialpolitik (i.R.), Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg. Arbeitsschwerpunkte: nervenschädigende Arbeitsstoffe, Bk 1317, MCS, Umweltgerechtigkeit.
Umweltbelastung und soziale Lage. - Viele Umweltbelastungen sind sozial und räumlich nicht gleich verteilt, sondern verdichten sich oft in bestimmten Gebieten mit einkommensschwacher Bevölkerung (Arbeiter- und Arbeitslosenviertel, Ausländerquartiere, "abgehängte" Stadtteile, "vergessene" Gemeinden, "strukturschwache" Regionen, etc.). Wohnen in solchen Gebieten bedeutet häufig ein erhöhtes gesundheitliches Risiko. Dies soll am Beispiel Hamburg dargestellt werden.
Kontakt:
Dr.med. Claus-Hermann Bückendorf
Facharzt für Innere Medizin
Umweltmedizin
Wulfsbrook 2
D-24113 Kiel
Tel: +49/431/680131
Fax: +49/431/643761
Email:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
WEB :www.praxis-bueckendorf.de
Curriculum vitae
geb. 27.08.1957
1977 Studium der Pharmazie an der Humboldt-Universität Berlin
1977-83 Studium der Humanmedizin an der Christian-Albrecht-Universität Kiel
1983 Promotion und Staatsexamen
-
-
Facharztausbildung Innere Medizin an der I.Medizinischen Klinik des
Städtischen Krankenhauses Kiel und der Universitätskliniken Kiel
1993 Niederlassung als Facharzt für Allgemein- und Innere Medizin in Kiel
1996 Gemeinschaftspraxis mit Schwerpunkten :Onkologie /Umweltmedizin/
Naturheilverfahren
Vorstandmitglied im Deutschen Berufsverband für Umweltmedizin e.V.
Dozent an der Ärztekammer Schleswig Holstein
Mitglied des Fachbereiches Umweltmedizin der KV Schleswig-Holstein
Mitglied in der European Academy for Environmental Medicine (EUROPAEM)
Mitglied in der Europäischen Gesellschaft für Angewandte Immunologie e.V.
Gründung des Kieler Arbeitskreises Umweltmedizin für Ärzte und Zahnärzte
Gründung des Kieler Qualitätszirkel Umweltmedizin
Abstract
Dentalwerkstoffe –Induktoren chronischer Erkrankungen am Beispiel des Chronic-Fatigue-Syndrom (CFS)
Das chronic-fatigue –Syndrom (CFS) gehört zu einer Gruppe von Erkrankungen, die als Chronic - Multisystem Illness(CMI) bezeichnet werden und die mit Störungen neuroendokriner und immunologischer Regulations-systeme einhergehen.Zu dieser Gruppe zählt man heute auch das Fibromyalgiesyndrom (FMS) und die Multiple Chemische Sensitivität(MCS).
Das CFS ist mit einer Vielzahl funktioneller, vegetativer und psychischer Beschwerdebilder assoziert.
Die Zahl der Betroffenen wird allein in Deutschland auf etwa 0.8 bis 1.5 Millionen geschätzt, in den USA geht man derzeit von ca. 15 Millionen Erkrankter aus. Das Manifestationsalter variiert vom frühen Schulalter bis zum 50.Lebensjahr (Altersgipfel zwischen dem 25 und 50.Labensjahr).Frauen sind
doppelt so häufig betroffen wie Männer.
Kennzeichnend für das CFS ist eine ausgeprägte physische und psychische Erschöpfung, die ohne adäquate Belastung auftritt und sich durch Schlaf oder
längere Ruhephasen nicht regeneriert. Sie hält über mehr als sechs Monate an und mindert die gewohnten gesellschaftlichen und beruflichen Aktivitäten nachhaltig um mehr als 50% (Definition der International CFS Study Group).
Hinter dem CFS verbirgt sich ein komplexes Krankheitsbild, welches ursächlich auf eine Störung der Immunbalance zurückzuführen ist. Diskutiert werden ursächlich u.a. chronische Infektionen aus der Gruppe der Herpes-und Enteroviren sowie chronische Schadstoff- und Schwermetallbelastungen bei gleichzeitigem Vorhandensein genetischer Polymorphismen wichtiger Detox-
enzyme. Beobachtet werden neben Störung der neuroendokrinen Regulation,
erhöhter oxidativer Stress und inflammatorische Reaktionen.
Dr. med. Barbara von Holt
Fachärztin für
Psychotherapeutische Medizin
Psychoanalyse
Max-Brauer-Allee 16
22765 Hamburg
Tel: 040 386048 28
Fax: 040 386048 48
Ich bin am 25.01.1943 geboren und praktiziere als niedergelassene Ärztin, zunächst war ich als praktische Ärztin tätig und bin jetzt Fachärztin für Psychotherapeutische Medizin mit der Zusatzbezeichnung Psychoanalyse.
Der Schwerpunkt meiner Arbeit war bis 1999 psychoanalytische Gruppentherapie und seither Supervision im Bereich Psychotherapie und Psychoanalyse. Ich bin in diesem Bereich auch als Dozentin und Lehrtherapeutin tätig.
Mein Interesse an der Umweltmedizin resultiert überwiegend aus selbst gemachten Erfahrungen. Es gibt in meiner Herkunftsfamilie viele umweltbedingte Erkrankungen, wie z.B. Allergien und ADHS. Ich selbst leide seit meiner frühesten Kindheit unter sog. Psychosomatischen Erkrankungen, begonnen mit Milchschorf. Die schwerwiegendsten Erkrankungen, die ich selbst mitgemacht habe, waren ein Colon irritabile sowie kompletter Haarausfall, ADHS und Schlafstörungen bestehen bis heute fort; die letzte Diagnose des behandelnden Arztes in der Fachklinik für Umweltmedizin in Bredstedt war MCS. Obwohl ich selber Ärztin bin, blieb es mir nicht erspart, den üblichen Irrweg durch unterschiedliche Stationen der Schulmedizin zu durchlaufen und dazu noch die bekannten Demütigungen durch Schulmediziner und durch Fachkollegen (Psychoanalytiker) zu ertragen. Ich habe mir vorgenommen, dass ich, sobald ich mich gesundheitlich so weit erholt habe und soweit ich dazu in der Lage bin, vorhandene Energie zur Verbesserung des Verständnisses speziell meiner Fachkollegen aus dem Bereich Ärzte und Psychologen einzusetzen, um diesen Personenkreis an die dahinterliegende Problematik heranzuführen. Ich gebe zu, in der Praxis ist dieses sehr schwierig, aber ich gebe nicht auf.
Zitat von Max Planck (sinngemäß):
„Es dauert in der Wissenschaft nicht 30, sondern eher 60 Jahre, bis eine neue, umstürzende Erkenntnis sich in der Praxis durchsetzt. Es müssen nämlich nicht nur die alten Professoren, sonder auch Ihre Schüler aussterben.“
Für mich stellt sich die Situation so dar:
Was der Schulmediziner nicht versteht, bezeichnet er i.d.R. als psychosomatisch und damit psychisch bedingt (was auch gleichbedeutend ist mit: „… das Problem liegt beim Patienten selbst“). Es folgt die Überweisung an
Psychotherapeuten und die suchen nach unbewussten Konflikten. Lassen sich
für die Krankheitssymptomatik keine passenden Konflikte finden, so ist der Patient eben im Widerstand.
Was mich als Ärztin dabei verbittert ist, das für bestenfalls überflüssige, oft aber schädliche Behandlungen Unsummen von Geld ausgegeben wird, während man die eigentliche Problematik verleugnet, ich denke hier einerseits an verschriebene Präparate wie z.B. Cortison u. Psychopharmaka und andererseits an oft überflüssige Langzeitanalysen. Krankenkassen zahlen in solchen Fällen für Behandlungen, die am Problem vorbei gehen und solche Patienten, die es sich nicht leisten können, wirksame Medikamente (z.B. hochdosierte Vitamine u.a. Nahrungsergänzungsstoffe) und Behandlungen selbst zu bezahlen, bleiben unversorgt.
Dr. Barbara von Holt
Für die Verpflegung sorgte
Wir danken ALLEN, die zum Gelingen unseres Symposiums Umwelt und Gesundheit beigetragen haben.